eHealth

eHealth” ist nicht nur ein magischer Begriff der Neuzeit, es ist wahrscheinlich die Zukunft. Digitalisierung mach auch nicht vor dem Gesundheitswesen halt. Ganz im Gegenteil: moderne IT-gestützte Verfahren prägen die Entwicklung der aktuellen Zeit im Gesundheitswesen ganz wesentlich.

Was bedeutet eHealth überhaupt?

Eigentlich ist “eHealth” eine Art Modewort, das den Zugang verschiedenster Varianten von Digitalisierung in das Gesundheitswesen subsummieren soll. Der Begriff enstand etwas gleichzeitig mit anderen gleichartigen Modeworten, wie zum Beispiel eCommerce, als elektronisch unterstützte Tätigkeitsfelder avancierten.

Heute würde man eHealth wahrscheinlich in mehrere Unterbereiche gliedern, wie zum Beispiel “medizinisches Informationsmanagement”, “elektronische Patientendatenverwaltung”, “digitale Medizintechnik”, “medical internet of things”, und etliche weitere mehr. Die Entwicklung neuer moderner Begrifflichkeiten kennt hier mit zunehmendem Fortschritt der Entwicklungen in diesem Bereich keine Grenzen.

Sprechen wir also von “Digitalisierung in der Medizin” oder allgemeiner “Digitalisierung im Gesundheitswesen”. Diese Begrifflichkeit hat – so wie vieles im Gesundheitswesen – ihren Ursprung in Programmen, wie “Industrie 4.0” genommen. In der Industrie spielt Digitalisierung schon länger eine ganz wesentliche Rolle und wird in diesem Umfeld auch ganz massiv gefördert.
Warum? Weil Digitalisierung schlichtweg bedeutet, dass Mensch und Maschine in ihrer permanenten Interation basierend auf aggregierten Daten und Erfahrungswerten bei der Bewältigung ihrer Aufgaben unterstützt werden. Dies ist möglich, da die automatisch gesammelten und aufbereiteten Daten für unterschiedlichste Zwecke verwertbar zentral zugänglich gemacht werden.
In der Medizin wird es künftig möglich sein, so unzählige Falldaten und Behandlungsparameter so zu bündeln, dass beispielsweise Therapieempfehlungen für aktuelle Fälle abgegeben werden können. Oder aber können beispielsweise Laborautomaten im Falle bestimmter Messergebnisse ihr Analysespektrum automatisiert erweitern, um die Früherkennung von Krankheiten zu ermöglichen. Die Anwendungsbereiche von Digitalisierung sind in der Medizin schier unbegrenzt.

Datenschutz, Datensicherheit und eHealth

Aktuell bedeutet eHealth in der Praxis meist noch bei weitem Rudimentäreres. So wird unter diesem Begriff beispielsweise der elektronisch gestützte Austausch von Patientendaten und Patientenakten zwischen Einrichtungen des Gesundheitswesens geführt. Vorangehend natürlich auch die elektonische Dokumentation von Fallverläufen und digitale Befunddarstellung. Vor allem in der Radiologie werden bereits länger digital gestützte Befundbeurteilungsmöglichkeiten eingesetzt.

Mit zunehmender Digitalisierung und IT-Unterstützung nimmt natürlich die vermeindliche Verwundbarkeit von Systemen und damit der Ruf nach ausgeklügelten IT-Security-Konzepten laut. Im Vordergrund stehen Datenschutz und Datensicherheit.

Datenschutz bedeutet, dass sichergestellt werden muss, dass tatsächlich nur zugriffsberechtigte Personen auf die sensiblen Patientendaten und Betriebsdaten Zugriff bekommen. Die Europäische Union versteht unter Datenschutz „insbesondere den Schutz der Privatsphäre natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten“ (Art. 1 Abs. 1 Richtlinie 95/46/EG). Der Europarat definiert Datenschutz als Schutz des „Recht[s] auf einen Persönlichkeitsbereich […] bei der automatischen Verarbeitung personenbezogener Daten“ (Art. 1 Europäische Datenschutzkonvention). Im englischen Sprachraum spricht man von privacy (Schutz der Privatsphäre) und von data privacy oder information privacy (Datenschutz im engeren Sinne). Im europäischen Rechtsraum wird in der Gesetzgebung auch der Begriff data protection verwendet.

Datensicherheit hingegen hat das technische Ziel, Daten jeglicher Art in ausreichendem Maße gegen Verlust, Manipulationen und andere Bedrohungen zu sichern. Hinreichende Datensicherheit ist eine Voraussetzung für einen effektiven Datenschutz.

Datenschutz und Datensicherheit betrifft alle Arten Gesundheitseinrichtung: ob Arztpraxis oder Krankenhaus; ob Labor oder Therapieeinrichtung.
Wir analysieren gerne Ihre aktuelle Situation und beraten Sie hinsichtlich Verbesserungspotentialen und dementsprechenden Lösungen!

In diesem Zusammenhang stellt die neue Datenschutz-Grundverordnung (EU-Verordnung 2016-679) eine wesentliche Änderung in den rechtlichen Vorgaben dar.
Wir informieren Sie auch in unserem Blog zu diesem Thema!